Gold verloren, aber Silber gewonnen

Datum: 07.05.2018

Franziska Kiesten vom TSV Falkensee siegte mit der Mehrkampfhöchstnote von 53,00 Punkten im Mehrkampf der LK1/Erwachsene. (Foto: TSV Falkensee).

Wer turnt am besten in den Leistungsklassen 1 bis 4 im Bereich Jugend und Erwachsene im Land Brandenburg? Diese Frage stellte sich den 119 TeilnehmerInnen an den diesjährigen Landesmeisterschaften in Falkensee.
Der Ausrichter, Turnbezirk Prignitz im Teamwork mit dem TSV Falkensee, wurde seinem Ruf als guter Gastgeber gerecht und punktete mit toller Organisation, lobenswertem Zeitmanagement und kulinarischen Leckereien. Die brauchte so manch Einer nach seinem Wettkampf als Trostpflaster, denn das Pech hatte sich in einigen Turnrucksäcken versteckt.  Denn es gab bereits beim Einturnen Verletzte.

Herzschlagfinale bei den Männern

An den einzelnen Geräten gab es in allen Alters- und Leistungsklassen spannende Wettkämpfe.
Am Zitterbalken kamen viele Turnerinnen nicht sturzfrei durch ihre Übung und auch der Stufenbarren erwies sich für manche zu weich und zu glatt, um die optimale Leistung abrufen zu können. Aber die gute Wettkampfatmosphäre ließ persönliche Befindlichkeiten rasch in den Hintergrund treten. Das Kampfrichterteam trug durch kompetente und schnelle Wertungen maßgeblich dazu bei.

In den LK 1 und 2 der Jugendlichen gab es hochkarätige Turnkost zu bewundern. Lokalmatadorin Leonie Schipke (LK1 Jgd./w) und Lean Betker (LK2 Jgd./w) erzielten mit 13,65 Punkten die Tageshöchstwertungen am Sprung. Dies gelang auch Franziska Kirsten vom TSV Falkensee (LK1 Erw./w), die am Boden eine sagenhafte 14,65 erturnte und mit 53,00 Punkten auch die Mehrkampfhöchstnote aller Teilnehmerinnen erreichte.

Im männlichen Bereich zeichnete sich ein Machtgerangel ab. Der sieggewohnte Eberswalder Benjamin Rothe (LK3 Erw.) hatte diesmal in Chris Henkelmann vom USV Potsdam einen ebenbürtigen Konkurrenten. Der entriss ihm zum Schluss mit der Winzigkeit von 0,1 Punkten Vorsprung den Landesmeistertitel. Aber Turner sind gute Verlierer und das Team tröstete Benjamin: „Gold verloren, aber Silber gewonnen!“ Beim nächsten Wettkampf werden die Karten neu gemischt.
(T. Trautmann)