Souveräne Margarita

Datum: 08.05.2018

Leda Krause, Caroline Gruschwitz, Antonia Gindea, Margarita Kolosov (v. l.) mit Bundeskampfrichterin Jana Fiedler (Foto: SC Potsdam)

Bei den Deutschen Meisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) am 5./6. Mai in Berlin, präsentierten sich die vier Gymnastinnen des SC Potsdam e. V. sehr erfolgreich. Margarita Kolosov (C-Bundeskader des DTB) schöpfte ihr derzeitiges Leistungsvermögen voll aus, präsentierte ihre technisch sehr anspruchsvollen Übungsprogramme stabil, mit allergrößtem Ausdruck und wurde mit 54,45 Punkten Deutsche Mehrkampfmeisterin. Ihre Trainingskameradin Leda Krause (C-Bundeskader des DTB) ging in der Juniorinnen-Leistungsklasse 15  an den Start, erreichte unter den 21 Teilnehmerinnen mit insgesamt 44,95 Punkten den 3. Platz im Mehrkampf und qualifizierte sich für alle Gerätefinals. 

Gold im Mehrkampf und allen Gerätefinals

Margarita Kolosov verwies in der 21 Teilnehmerinnen umfassenden Juniorinnen-Leistungsklasse 14 mit wohlbemerkt 12 Punkten Vorsprung Sophia Geberovitch vom TSV Bayer 04 Leverkusen e. V. (42,50 Punkte) auf den 2. und Hannah Heine vom SKC TaBeA Halle 2000 e. V. (37,60 Punkte) auf den 3. Rang.
Als Favoritin für alle vier Handgerätefinals qualifiziert, sorgte Margarita auch in den Finalwettkämpfen für Furore und wurde hier vierfache Deutsche Meisterin. Sie entschied mit 12,55 Punkten das Reifen-Finale für sich, erhielt für eine exzellente Übungsdarbietung mit dem Ball 14,25 Punkte, die ebenfalls zum Sieg gereichten. Das Keulenfinale ergab  12,85 Wertungspunkte und eine fehlerlose Bandkomposition begeisterte das fachkundige Publikum und wurde mit 12,50 Punkten von den Juroren bewertet.

An Mehrkampfleistungen leider nicht angeknüpft

Im Finale mit dem Handgerät Band erturnte sich Leda Krause 11,20 Wertungspunkte und belegte den 2. Rang. Im weiteren Verlauf der Finalwettbewerbe zeigte sich Leda leider unkonzentriert und instabil. So konnte sie ihre Leistungen vom Mehrkampf nicht so abrufen wie geplant. Mehrfache Unsicherheiten mit dem Reifen ergaben 9,70 Punkte (4. Platz) und größere Fangfehler mit dem Ball sorgten für hohe Punktabzüge und eine Wertung von nur 5,75 Punkten (6. Platz). Auch während der Keulenübung ereigneten sich drei Handgerätverluste, so dass es hier auch nur für 9,55 Punkte und zu Rang 5 reichte.

Die Jüngsten auf dem Sprung

In der Juniorinnenleistungsklasse 13 hatten sich die beiden jüngsten Teilnehmerinnen des SC Potsdam, Caroline Gruschwitz und Antonia Gindea (beide D/C-Bundeskader des DTB) gut engagiert. Leider war die kontinuierliche Vorbereitung durch den krankheitsbedingten Ausfall der Trainerin sehr erschwert, was insbesondere bei Antonia in der Wettkampfstabilität anzumerken war.
Caroline Gruschwitz belegte im Mehrkampf einen hervorragenden 4. Platz mit insgesamt 34,50 Punkten unter 32 Teilnehmerinnen. Antonia Gindea wurde 17. mit 28,00 Mehrkampfpunkten.                                                                                                                              Im Finalwettbewerb mit den Keulen erkämpfte Caroline mit 10,10 Punkten die Silbermedaille. Mit dem Band wurde sie Vierte.

Dank an alle engagierten Trainerinnen

Herzlichen Glückwunsch für die insgesamt doch sehr guten Leistungen der Gymnastinnen,  alle haben gekämpft und ihr Bestes gegeben.
Der große Dank gilt an dieser Stelle auch den Trainerinnen wie Josephine König, Jana Fiedler, Ilka Wolff, Alexandra Faber und Angela Lepekha, die sich sehr um die Leistungsentwicklung der brandenburgischen Sportgymnastinnen engagiert haben.
Nico Gärtner, Vizepräsident olympischer Spitzensport im Märkischen Turnerbund Brandenburg (MTB) und Katrin Fuhrmeister-Jabbour, MTB-Geschäftsführerin, haben sich vor Ort persönlich einen Eindruck zum gegenwärtigen Leistungsstand der brandenburgischen Bundeskadergymnastinnen verschafft. An dieser Stelle herzlichen Dank für die umfassende Unterstützung unserer, einzig den Frauen und Mädchen vorbehaltenen, anmutigen Sportart.
Wettkampfergebnisse unter dtb-online.de/ Rhythmische Sportgymnastik.
(D. Malysch)