Verdienste um das Turnen gewürdigt

Datum: 11.07.2017

Viel Beifall für die jungen Belziger Turneleven.

Seit Ende Juni 2017 gibt es in Bad Belzig (Landkreis Potsdam-Mittelmark) eine Albert-Baur-Straße. Das Straßenschild  wurde durch die Nachfahren Albert Baurs, Frau Dr. Barbara Beyland und Herr Dr. Wilhelm Quitzow, in Anwesenheit von Bürgermeister Roland Leisegang enthüllt. Die Straße liegt gegenüber dem Sportplatz, den Albert Baur 1861 begründete.
Die Veranstaltung wurde durch Übungen junger Turnerinnen um Kathleen Berger, die die Turnsektion der SG Einheit Belzig leitet, umrahmt. Die Darbietungen am Boden, Pferd und Schwebebalken wurden mit starkem Applaus bedacht. So wurde die Straße nach dem Gründer des 1. Turnvereins in Belzig in seinem Sinne eingeweiht.

Albert Baur, der 46 Jahre als Prediger in Belzig wirkte, war der erste Pfarrer in Deutschland, für den die Körperertüchtigung (Turnen) mit zu seinem Kirchenverständnis gehörte. Er gründete 1862 in Belzig einen Turnverein und ist 7. Ehrenmitglied der Berliner Turnerschaft Korp. Die vor ihm stehenden Ehrenmitglieder wie Maßmann, Straßmann, Marggraf, Kochhann und Bleibtreu, sind alle in Berlin mit Straßennamen  geehrt worden.
Als Pfarrer und als Turner der ersten Stunde hat Baur bei der Grundsteinlegung für das Jahn-Denkmal in der Berliner Hasenheide die Weiherede gehalten.

Die Mitglieder der Wandergruppe „Albert Baur St. Marien“ aus Belzig, nehmen auch in diesem Jahr unter Leitung ihres Vereinsvorsitzenden, Klaus Pomp, am Lanzer Jahn-Kolloquium teil.
Hans Borchert, Vorsitzender des „Fördervereins Friedrich Ludwig Jahn“ hat den Belzigern in der Friedrich Ludwig Jahn-Gedenkstätte eine Vitrine zur Verfügung gestellt, um an Albert Baur zur erinnern.

(Besch)