MTJ

Sommer im Brandenburger Outback

06.07.2019 09:00

Mit nur einer Woche Ferieneingewöhnung begann das alljährliche Experiment eine nicht altershomogene Horde Kinder mit illusteren Freizeitaktivitäten die Zeit zu vertreiben. Ziel war wie jedes Jahr viel Spaß für alle und Urlaubsfeeling auch für das Personal. Um die Spannung nicht zu stark zu strapazieren, wir haben es mal wieder geschafft, wenn auch nicht immer alles gleichzeitig.

 

Aber wie…

Nach der Anreise und der in Beschlagnahme der einzelnen Unterkünfte startete alles mit einer kleinen Objektbegehung bei 35 Grad Celsius. Danach brachten alle das Wasser der objekteigenen Badestelle zum kochen.

Am nächsten Tag ließen nicht nur die 37 Grad Celsius sondern auch ein ausgewählter Musikgeschmack alle rhythmisch mehr oder weniger Begabten ins Schwitzen kommen.  Probates Mittel um auch alle Tanzmuffel zu bewegen (mehr oder weniger freiwillig) und den Teamgeist nicht nur beim geistern zu belassen ist eine Chaos-Rallye. Sie sorgt regelmäßig bei den Betreuern für viel Freude und Begeisterung.

Im Kajak und Kanu konnten Muskeln und Motivation sinnhaft eingesetzt werden. Manchmal wäre Orientierungssinn auch keine schlechte Beigabe zumindest um zu koordinieren, wo will ich hin und was muss ich dafür tun, das das Kanu das auch will. Nach drei Probeläufen mit teilweise leichter Verzweiflung beim Betreuerstab hatten die Leichtmatrosen immer noch so viel Lust, dass auch der gesamte Nachmittag verpaddelt wurde und zum Termin alle Kanus gerade so pünktlich wieder vor Ort waren.

Da wir aber alle wissen, dass wir nicht allein im Outback leben und vielleicht nicht alle in so urigen Behausungen wohnen durften, bastelten alle!!! fleißig Insektenhotels. Man entdeckt dabei auch immer wieder kleine Talente, die trotz Internet und Handy auch die rustikale analoge Beschäftigung schätzen.

Und natürlich gehört zu einem umfassenden Ferienerlebnis auch eine Nachtwanderung. Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen nahmen wir das Projekt in Angriff. Nach anfänglichen Schwierigkeiten überhaupt einen Teilnehmer aus seinem Nachtschlaf zu reißen und zu einem Spaziergang zu nötigen, überzeugten die Illumination der Einzelnen mit Knicklichtern für die richtige Stimmung in tatsächlich stockfinsterer Nacht das Gelände unsicher zu machen. Einige Teilnehmer kamen dabei kurzfristig in Gefangenschaft von verirrten Geistern, konnten jedoch durch allgemeine Verwirrung gerettet werden.

So ging wieder einmal ein spannendes und lehrreiches Sommercamp in die Geschichte der MTJ ein und es gibt auch schon wieder Interessenten, die eine Neuauflage unumgänglich machen. Ein großer Dank geht auch an Birgit (Chefin vor Ort), Heike (Küchenfee mit genialen Fähigkeiten) und Bernd (Musikexperte) vom Fritz e.V. für die herzliche Aufnahme und kurzweilige Unterhaltung.